Seminar Schweißarbeit


Grundlagenwissen vom Profi


Jagd ohne Hund ist Schund. Eine alte Weisheit, die bei der Nachsuche ganz besonders gilt. Denn den Nachsuchenführer und seinen Hund verbindet nicht nur der Schweißriemen, sondern auch ein ganz besonderes Vertrauensverhältnis.

Eindringlich und lebhaft gab Rudi Schlencke zwei Stunden lang Einblick in die theoretischen Grundlagen. Wer meinte, dass Theorie per se eine trockene Angelegenheit sei, wurde schnell eines Besseren belehrt. Rudi Schlencke nahm seine 22 Zuhörer mit und vermittelte einprägsam sein reichhaltiges Wissen. Immer wieder flossen kurze Beispiele und Anekdoten aus der über 17-jährigen Tätigkeit des Försters in den Vortrag ein.

 

Während der Mittagspause gingen die Fachgespräche bei leckeren, gegrillten Thüringer Würstchen weiter.

 

Der zweite Teil des Seminars galt der Praxis.

 

Wolfgang Rothe konnte mit seiner Sophie eine den beiden unbekannte Übungsfährte arbeiten. Das die beiden ein ganz besonderes Gespann sind, zeigte sich bereits bei der Untersuchung des Anschusses. Interessiert beobachtete die Teckelhündin aus der Rückenlage das Geschehen. Als sie selber zum Anschuß durfte, wich der Spaß ihrer Passion. Sophie, bislang beim Stöbern zuhause, begann mit hoher Nase. Aber bereits nach ein paar Metern hatte sie "umgeschaltet" und folgte mit tiefer Nase und zügigem Tempo der Fährte. Die Zuschauer folgten und konnte am Ende der Fährte eine zufriedenes Gespann erleben. Die Arbeit wurde von Rudi Schlencke im Dialog mit den Zuschauern besprochen, so hatten alle etwas davon.

 

Als nächstes folgte eine Fährte, die Rudi mit seiner erfahrenen HS-Hündin Dana bestritt. Die Kunstfährte war zuvor mit dem Fährtenschuh getreten worden. Auf einer Länge von cirka 150 Meter arbeitete die Hündig ruhig und zuverlässig über wechselnde Untergründe und Verleitungen hinweg bis zum Fährtenende. Die Zuschauer  erlebten somit hautnah eine Arbeit wie aus dem Lehrbuch, die zudem noch ausführlich erläutert wurde.

 

Den Abschluß des Tages bildete eine lebhafte Diskussion.

 

An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an Rudi Schlencke für diesen tollen Tag und den Besuchern für ihr Interesse!